Der geplante Ausbau der Neckarschleusen von derzeit 105 m auf künftig 140 m Länge hat unter der Fachwelt eine Diskussion ausgelöst, die so nicht zu erwarten war. Man kann dies überschreiben mit dem Titel "Umweltschutz kontra Naturschutz". Deutlich wurde dieser Gegensatz bei einem Informationsgespräch des "Freundeskreises Fähre Neckarhausen" im Rahmen des jüngsten Fährfestes auf dem Neckarhäuser Hof.
Angesichts des in der Metropolregion zu erwartenden Ausbaus der Windkraftanlagen zur Stromerzeugung in den nächsten Jahren sieht die SPD-Fraktion im Verband Region Rhein-Neckar gute Chancen für kommunale Stadtwerke, an Großunternehmen verlorenes Terrain in Bereich der regionalen Energieversorgung zurückzugewinnen. Vor dem Hintergrund des in den Koalitionsverträgen der Regierungskoalitionen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vereinbarten erheblichen Ausbaus des Anteils der Stromerzeugung durch Windenergie bestehen insbesondere auch für kommunale und mittelständische örtliche Unternehmen realistische Möglichkeiten, in den Auf- bzw. Ausbau einer dezentralen Energieversorgung verstärkt einzusteigen.
Der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid hat die gestrigen Ausschreitungen bei der Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 entschieden verurteilt. „Wer Polizisten angreift, handelt kriminell“, so Schmid. „Das ist durch und durch inakzeptabel.“
Der SPD-Chef erklärte, der gesellschaftliche Konflikt um das Projekt müsse weiter „friedlich und gewaltfrei“ ausgetragen werden. „Es zeigt sich immer mehr, wie wichtig und richtig unser Vorschlag einer Volksabstimmung war und ist.“