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AG 60plus Rhein-Neckar

09.08.2022 in Aus dem Parteileben

60 plus Heilbronn auf Erlebnistour rund um das Tal des Köpferbaches

 

Das Naturschutzgebiet Köpfertal im Osten der Stadt Heilbronn ist in und um Heilbronn ein Begriff für Naturerlebnis. Und so folgten der Einladung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt & Land zur schon traditionellen Sommerwanderung durch das „Köpfertal“, 25 SPD-Seniorinnen und Senioren, um dieses naturnahe Erholungsgebiet erstmals kennen zu lernen oder es wieder einmal zu erleben. Was man auf dieser rund vier Kilometer langen Wanderstrecke in zweieinhalb Stunden sehen und erfahren konnte, war natürlich auch den besonderen Kenntnissen des „Wanderführers“ und AG-Vorsitzenden Sieghart Brenner, bekanntlich ehemaliger Förster, zu verdanken.

 

Das 1985 vom Regierungspräsidium Stuttgart als „Naturschutzgebiet Köpfertal“ bestimmte Refugium erstreckt sich auf einer Fläche von 32 ha und stellt eine ökologisch wertvolle Fläche für Erholung und Schutz naturnaher Lebensräume mit reicher Flora und Fauna dar. Im Köpfertal wechseln sich Wiesen sowie Feucht- und Waldgebiete ab. Typische Baumarten, Sträucher, Stauden, Gräser, Blüten und Kräuter bilden die bachbegleitende Vegetation. Besonders erwähnenswert sind die Kopfweiden, die möglicherweise dem Bachtal den Namen gegeben haben. Es ist dies keine eigene Baumart, sondern ihre charakteristische Form Ergebnis regelmäßiger Beschneidung - „Köpfen“ von einzelnen Rot- und Bruchweiden - heute durch den Naturschutzbund (NABU). Deren Ruten, normalerweise zum Korbmachen verwendet, wurden in den nahen gelegenen Weinbergen zum Binden der Reben genutzt. Über die Köpfer-Stauanlage, 1935 an Stelle eines seit altersher bestehenden Sees angelegt, kommt man nach etwa einem Kilometer an die „Köpferanlage“. Diese wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch den Heilbronner Verschönerungsverein geschaffen: Kapelle mit Mönchskopf, gefasster Brunnen, kleiner Teich, Sitzmöglichkeiten, Steinbrückchen. Dann der frühere „Musikpavillon“, in dessen Inneren ein aufgeschlagenes dickes Buch aus Holz, die „Köpfer-Sage“ mittels eingeritzter Schnörkelschrift wiedergibt.

 

Auf dem Rückweg über einen Teil des Skulpturenwegs kann man feine Holzfiguren betrachten, die mit der Kettensäge geschnitzt wurden. Weiter geht es auf dem Köpferweg, an einem Bunkermauerrest des ehemaligen Schießstandes befindet sich eine Gedenktafel. Zusammen mit den im Jahr 2010 verlegten „Stolpersteinen“ wird an die Hinrichtung von 24 französischen Widerstandskämpfern durch die Gestapo im August 1944 erinnert. Ein Abstecher führt zum „Ehrenfriedhof“, der 1944 angelegt wurde, um viele Opfer (über 7000 Tote) des Fliegerangriffs auf die Heilbronner Innenstadt am 4. Dezember zu beerdigen. Nach kurzem Weg, wieder durch das untere Köpfertal, sieht man zwischen Wald- u. Parkgelände das städtische Senioren-Pflegeheim Katharinenstift. Das Ende des Köpferbachs ist erreicht, denn jenseits der Straße wird aus dem Köpfer- der Pfühlbach. Dieser speist mit noch einigen Quellen den Trappensee und im Pfühlpark den Pfühlsee, ehe er verdolt in der Heilbronner Innenstadt in den Neckar mündet.

 

Sieghart Brenner

 

20.06.2022 in Aus dem Parteileben

60 plus Heilbronn: "Der Sommer, die Stadt und Du" - Gartenschau Eppingen

 

„Der Sommer, die Stadt und Du!“ Die Gartenschau Eppingen – eigentlich schon für 2021 geplant, doch wegen Corona um ein Jahr verschoben – lockte die 60 plus Heilbronn Stadt- & Land. An einem Sonnen- und Hitzetag fuhr eine fast 30 köpfige Gruppe per Neun-Euro-Ticket in die zweitgrößte Landkreis-Gemeinde, von wo aus die Eppinger SPD-Gemeinderäte Michael Mairhofer und Reinhard Ihle die Führung übernahmen, unterstützt von den Eppinger „SPD-Urgesteinen“ Werner Förster und Hartmut Kächele.

 

Vom gegenüberliegenden Gartenschau-Eingang Süd geht es auf das vom neu angelegten Stadtweiher dominierte Gelände: Von der Holzterrasse aus, ein wunderschöner Ausblick über die Wasserfontäne zum Altstadt-Panorama. Davor, jenseits der renaturierten Elsenz, die neue grüne Lunge Eppingens. Es wird Wert darauf gelegt, dass das „grüne Paradies“ der Gartenschau - 15 Millionen € Kosten, die Hälfte davon staatliche Zuschüsse - „nachhaltig“ ist. Von der Gesamtfläche von zehn Hektar sollen 8,5 Hektar Bürgerpark, mit floristischer Vielfalt, quasi ein Beitrag zur Stadtentwicklung, der Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Es folgt ein zweistündiger spannender Rundgang - auch durch die altstädtische „Fachwerkstadt mit Pfiff“ - mit viel Informationen zu Planung, Ausführung und Historie. Zudem gibt es viele Hinweise zu Ausstellern, Betreuern, Helfern und zu den zahlreich beteiligten Firmen und ehrenamtlichen Organisationen. Nach einer gemeinsamen Einkehr in einer Gaststätte von war freie Erkundung angesagt. Doch bevor es in den Ostteil der Gartenschau geht, ließen es sich fast alle nicht nehmen, die Wechselfloristik-Ausstellung in der Blumenhalle in der Zunfthausgasse anzusehen. Auf dem Festwiesen-Gelände gibt es, neben dem „Zusammenfluss“ von Elsenz und Hilsbach, ganz viel zu entdecken und zu erkunden: Kakteengarten, Landschaftsgärten, Tiergehege, Treffpunkt Grün. Dazu Informationen zu Naturpark, Tourismusverband, Alpenverein, Odenwaldclub, Land- u. Forstwirtschaft, Kindergärten, Schulen, Aufbaugilde, u.a. m. Besonders eindrucksvoll das Bürgerprojekt „Hoffnung und Mehr“, bei dem neben Generationengärten und verschiedenen Pflanzkulturen, die Themen Integration und Flucht besonders anschaulich präsentiert werden.

Mit vielen Eindrücken ging es für die SPD-Senioren dann zurück nach Heilbronn.

(Helmut Sauter, Sieghart Brenner)

 

25.05.2022 in Aus dem Parteileben

60 plus Heilbronn: Der Ukraine-Krieg berührt uns alle

 

60 plus-Landesvorsitzender Rainer Arnold bei den SPD-Senioren

 

Aus aktuellem Anlass hat die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt & Land den Landesvorsitzenden der SPD-Senioren, Rainer Arnold, zu einem außerordentlichen Treffen in der Gaststätte Jahnheide eingeladen, um die Situation, die Hintergründe und die weltpolitische Dimension des Angriffskriegs Putins auf die Ukraine zu beleuchten. Arnold war von 1998 bis 2017 Bundestagsabgeordneter und hat sich als verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion lange mit der deutschen Außenpolitik befasst.

 

Arnold beklagte die brutalen Zerstörungen und die vielen Toten, die Not und das Leid in der von dem russischen Krieg heimgesuchten Ukraine, was auch notgedrungen und gleichzeitig selbstverständlich der westlichen demokratischen Welt eine große Verantwortung auflade. Widersprüchliche Nachrichten lösten jedoch auch zwiespältige Gedanken aus. Für Sozialdemokraten, die sich viele Jahre für eine versöhnende Ostpolitik mit Russland eingesetzt hatten, dürften jedoch, bei aller Verpflichtung und Bereitschaft für massive humanitärer, finanzieller und militärischer Hilfeleistung, die Möglichkeiten zu Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien, zwei ehemalige sowjetische „Bruderländer“, nicht vernachlässigt werden.

Man hätte bei den kriegerischen Auseinandersetzungen Russlands in Tschetschenien, Georgien und Syrien und nicht zuletzt 2014/15 im ukrainischen Donbas den gefährlichen Machtanspruch von Präsident Putin erkennen müssen, so dass der Krieg in der Ukraine quasi als eine Katastrophe mit Ansage gedeutet werden könne. Auch wenn Russland um seinen Sicherheitsbereich bange und sich vom Westen getäuscht sehe, so seien Putins Forderungen von noch Ende 2021, die Nato solle sich aus ihren osteuropäischen und baltischen Mitgliedsstaaten zurückziehen, unerfüllbar gewesen, meinte Arnold.

 

Man könne nur feststellen, dass Putin sich zu einem Aggressor und Diktator entwickelt habe und mit seinem Krieg den Westen und die Nato zusammengeschweißt und mit den heraufbeschworenen krassen Sanktionen seinem Land und der Bevölkerung stark geschadet habe.