Aus dem Parteileben
Seit dem 1. Januar 2018 sind bis am Dienstagabend um 18 Uhr in Baden-Württemberg 2.723 Menschen in die SPD eingetreten. Der Mitgliederstand der Landes-SPD liegt damit bei 37.828 - das ist ein Zuwachs von etwa acht Prozent in den ersten Wochen des Jahres. Der Altersdurchschnitt bei den Neumitgliedern liegt bei Mitte 40, zwei Drittel sind über 35 und ein Drittel unter 35 Jahre alt.
Polizeihauptkommissar Pfeifer machte SPD-Senioren mit Prävention vertraut
Immer wieder liest man in der Zeitung, dass ältere Personen Opfer von Betrügereien werden. Das muss nicht sein. Harald Pfeifer, Erster Polizeihauptkommissar und SPD-Stadtrat in Heilbronn, gab beim Treffen der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt- und Landkreis Tipps, wie man gerade im Alter seine persönliche Sicherheit erhöhen kann.
Trotz aller Warnungen verfange jedoch noch immer die Masche mit dem „Enkeltrick“. Da wird eine ältere Person angerufen, „rate mal, wer ich bin“, geschickt in ein Gespräch über persönliche Verhältnisse verwickelt und mit einem akuten finanziellen Problem des vorgeblichen Enkels oder sonstigen Verwandten konfrontiert. Dann wird eine Mittelsperson zur Abholung des vereinbarten Geldbetrags oder zur Begleitung zum Bankinstitut zur Geldabhebung geschickt – und das Ersparte ist weg. „Wie kann man nur so dumm sein“, ist dann eine späte Erkenntnis von allzu hilfsbereiten Senioren. Um sie sensibler zu machen für solche Betrugsversuche begleitet die Polizeiprävention bereits im dritten Jahr zusammen mit dem Kreisseniorenrat ein von der Kreissparkassenstiftung mitfinanziertes Projekt „Hallo Oma, ich brauch Geld“, ein interaktives Theater- und Präventionsprogramm zum Schutz vor Trickbetrügern.
Zu einem Jahresabschlusstreffen der besonderen Art hat in dieser von Umbrüchen geprägten Zeit, die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt und Land eingeladen, nämlich zu engagierten, demokratischen und kritischen Liedern, die zur Kultur der Sozialdemokratie gehören. Zwei Interpreten der aus dem Kulturkreis der Naturfreunde vor über 40 Jahren hervorgegangenen Musikgruppe „Die Marbacher“ waren gekommen, die bekannt sind für ihre politischen Lieder, „die Stellung beziehen“:
Silke Ortwein und Bernhard Löffler, beide im Zivilberuf beim DGB-Region Nordwürttemberg in verantwortlicher Position tätig, für den Stadt- und Landkreis Heilbronn (Ortwein), bzw. Region-Geschäftsführung (Löffler). Schwungvoll und kreativ, mitreißend und nachdenklich unterhielten sie mit Gesang und Gitarre über vierzig SPD-Senioren und -Seniorinnen, wobei man spürte, dass sie selbst mit viel Engagement und Spaß im Einsatz sind.
Kein Wunder, denn neben „klassischen“ Arbeiter- und Protestliedern gaben sie doch auch selbst geschriebene und komponierte Werke zum Besten. So sangen sie mit ihrem eigenen „Sophie-Scholl-Lied“ gegen „1000 Jahre finstere Zeit - Albtraum der Unmenschlichkeit“ an: „Weiße Rose, Blume des Widerstands“. Oder den Song pro erneuerbare Energie: „Wir brauchen jetzt die Wende. Kohle und Atom - die Probleme haben wir schon. Die Luft ist schlecht, der Abfall strahlt ...“. Bei einer Bildungskundgebung des DGB in diesem Sommer haben die Beiden das tragende Lied kurzerhand selbst gemacht: „Bessere Bildung braucht unser Land“.